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Die Zahlen darüber, wie viele Lebensmittel in Deutschland ungenutzt im Müll landen, schwanken zwischen 20 Mio. Tonnen pro Jahr (Quelle: Film Taste the Waste) und 300.000 Tonnen (Quelle: European Retail Institute). Unumstritten ist, dass diese Verluste dringend verringert werden müssen. Um das Problem anzugehen, braucht es jedoch belastbare Daten zur Situation.

Die Stiftung Initiative Mehrweg hat deshalb das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik beauftragt, den Einfluss der Verpackung auf den sicheren Transport von Obst und Gemüse zu untersuchen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Verpackungsbruch bei Kartonkisten (4,2 %) 35 mal höher ist als bei Mehrwegkisten (0,12 %). 

Hauptziel der Studie war die Quantifizierung der Treibhausgasemissionen der wiederverwendbaren, klappbaren Kunststoffbehälter und der Einweg-Kartonbehälter sowie deren anschließender Vergleich. Zur Erreichung des Hauptziels wurden Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette beider Verpackungssysteme betrachtet, basierend auf deren tatsächlicher Transportleistungen in Deutschland, Spanien, Italien, den Niederlande und Frankreich.

Die Studie "Nachhaltigkeit von Verpackungssystemen für Obst- und Gemüsetransporte in Europa - basierend auf einer Lebenszyklusanalyse" - wurde im Auftrag der SIM 2009 vom Institut für ganzheitliche Bilanzierung erstellt, das an das Fraunhofer Institut für Bauphysik und die Universität Stuttgart angegliedert ist.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das auf Kunststoff basierenden Mehrwegsystem gegenüber dem Einwegkartonsystem ökologisch überlegen ist. Zudem erweist sich das Mehrwegsystem als das wirtschaftlichste.